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Arenal Trainings Camp und Regatta in Mallorca

Anfang März haben wir dann das Training nach Palma de Mallorca verlagert. In El Arenal findet traditionell im Vorfeld der „Trofeo Prinçesa Sofia“ ein internationales Trainings-Camp statt, dessen Abschluss immer die ATC-Trophy ist. Während an den Trainingstagen Wind mit bis zu 25 Knoten wehte, war es an den drei Wettkampftagen eher leichtwindig. Im 470er sind die Damen und Herren gemeinsam gesegelt, so dass immer über 40 Boote am Start waren. Überraschend zerlegten wir zweimal unseren Spinnaker so heftig, dass an eine Fortsetzung dieser Läufe nicht zu denken war. Zwei DNF (wird inzwischen meist fälschlich als DNC in den Listen geführt) hatten wir damit auf dem Konto, nur eines konnten wir streichen. Die anderen sechs Rennen beendeten wir auf den Plätzen zwischen eins und sechs. Damit segelten wir trotz der beiden Malheurs insgesamt auf Rang drei der Herren-Wertung – auch für eine Trainingsregatta ein schönes Ergebnis. Den Sieg holten sich Sozykin/Gribanov aus Russland (Sotchi), die Dritten der WM 2015 in Haifa. Die Zweitplatzierten Schweden sind aktuell sechste der Weltrangliste.
Es war vom Wetter und Wind eine der besten Wochen, die wir in Mallorca erlebt haben. Trotz der leichten und drehenden Winde mit Kabbelwelle an den Regattatagen hat alles gut gepasst. Wir fühlen uns dort bei allen Bedingungen wohl. 

Podium beim Palamos Christmas Race!
Mit einem weiteren Podiumsplatz haben Philipp Autenrieth (Bayerischer Yacht-Club) und sein Steuermann Simon Diesch vom Württembergischen Yacht-Club die Segelsaison abgeschlossen. Die beiden segelten im spanischen Palamós beim Christmas-Race im 470er auf Rang drei. 27 Männerteams aus neun Nationen waren dort am Start.
Vier Mal waren die deutschen Meister Diesch/Autenrieth in Palamós bei acht Qualifikationswettfahrten als Erste im Ziel. Vor allem bei Starkwind waren die beiden nicht zu schlagen. Da ein intensives Tiefdruckgebiet von Nordafrika an die spanische Küste gezogen war, konnte an einem Tag gar nicht gesegelt werden. Als tags darauf der Sturm etwas nachgelassen hatte, waren Diesch/Autenrieth in ihrem Element. Mit zwei Punkten Vorsprung waren sie in das abschließende Medal-Race der besten zehn Teams gestartet.
Während ihre spanischen Verfolger, Olympia-Zwölfter Jordi Xammar und sein neuer Vorschoter Nicolas Rodriguez Garcia-Paz, mit einem vierten Platz die Konkurrenten auf Distanz hielten und somit den Gesamtsieg holten, verloren die beiden Deutschen bei nur noch leichtem Wind an Boden. „Ein paar kleinere Fehler“, so Philipp Autenrieth, wurden im Medal-Race umgehend bestraft. Da sie erst als Sechste die Ziellinie durchsegelten, war auch noch eine ukrainische Crew um einen Punkt an ihnen vorbeigezogen. „Wir haben letztlich nur zwei Punkte Rückstand auf die Sieger und sind glücklich, die Saison mit einem weiteren Podiumsplatz zu beenden“, ist Autenrieth mit dem Gesamtergebnis zufrieden.

Diesch/Autenrieth gewinnen 470er-GPA in Maubuisson

 

Nach ihrem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft im 470er haben Simon Diesch und Philipp Autenrieth (WYC/BYC) eine weitere Regatta gewonnen, den Grand Prix d’Armistice in Maubuisson (in Südwestfrankreich bei Bordeaux).

Nur drei Wettfahrten kamen an vier Tagen auf dem Lac d’Hourtin zustande. „Es war schönes Herbstwetter, wie auf dem Bodensee: zwei Stunden neblig am Morgen, dann Sonne – aber nur leichter Wind“, so Simon Diesch. Etliche andere Klassen waren bei diesem französischen Herbstklassiker (in den Vorjahren für die 470er auch die FRA-Meisterschaft) ebenfalls vertreten. „Die Wettfahrtleitung hat das maximale rausgeholt“, meint Diesch. Im ersten Rennen waren Diesch/Autenrieth nach einem nicht ganz so gelungenen Start an der Luvtonne nur Neunte, holten dann aber bis auf Rang drei auf. Im zweiten Lauf, tags darauf, waren sie schonmal Vierte am Luvfass, gingen aber dann mehr Risiko. No risk, no fun – aber diesmal klappte es nicht. Sie fielen bis auf Rang acht zurück, konnten jedoch bis zum Ziel wieder auf vier aufholen.

„Das dritte Rennen war unser ‚Home-run’“, strahlt Simon Diesch. Vom Start weg lagen sie in Führung, bauten den Vorsprung immer weiter aus, bis sie schließlich im Ziel waren, als viele andere noch ums Leefass dümpelten. Auch am vierten und letzten Tag war dann wieder kein Wind, so dass Diesch/Autenrieth den Sieg eben nach nur drei Rennen feiern konnten. Mit den Plätzen 3-4-1 kamen sie auf 8 Punkte, ebenso wie die Franzosen Hippolyte Machetti und Sidoine Dantes (SR Antibes) auf Rang zwei. 34 Teams (m/w) aus sieben Nationen (nur eines aus GER) waren am Start.

vg

 

Die komplette Rangliste:

http://www.cerclevoilebordeaux.com/regates/resultats-gpa-2016/2016_gpa_d_doubles_g.htm

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Int. Deutsche Meisterschaft - Plau am See ,  04. Oktober 2016

Simon Diesch und Philipp Autenrieth sind Deutsche Meister im 470er

 

Neue Deutsche Meister in der olympischen Zweimannjolle 470er sind Simon Diesch vom Württembergischen Yacht-Club und sein Vorschoter Philipp Autenrieth vom Bayerischen YC. Das Team, das erst Ende September seine Olympia-Kampagne für Tokyo 2020 offiziell bekannt gegeben hat, gewann nach neun Qualifikations-Wettfahrten und dem Medal-Race mit deutlichem Vorsprung.

 

Überwiegend leichte, drehende Winde herrschten bei der Meisterschaft auf dem Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern, an der 32 Teams teilnahmen. „Mit dem ersten Tag waren wir nicht wirklich zufrieden“, blickte Vorschoter Philipp Autenrieth (26) zurück. Mit den Plätzen 2-7-3-12 hatten sie zwei gute Ergebnisse und zwei Ausrutscher gesegelt. Am zweiten Tag blieben die Ausrutscher aus: 3-4-1 war eine der besten Tagesserien. „Wir haben super in die Bedingungen hineingefunden, haben uns gut entwickelt und sind mit der Aufgabe gewachsen“, bilanzierte Steuermann Simon Diesch (21). Mit den Plätzen 4 und 1 am dritten und vorletzten Tag schlossen Diesch/Autenrieth zum führenden Team auf, den Berlinern Uta und Frank Thieme. Punktgleich gingen die beiden Crews am Dienstag ins Medal Race der besten zehn Boote.

„Unser Plan war es, unsere direkten Gegner zunächst mit Matchrace-Taktik ein wenig unter Druck zu setzen und dann ab der letzten Minute vor dem Start unser eigenes Ding zu segeln“, schilderte Philipp Autenrieth. Der Plan ging auf – und Diesch/Autenrieth starteten in Luv des Feldes, waren schnell bei nunmehr 15 bis 18 Knoten Wind (gute vier Beaufort) unter sonnigem Himmel unterwegs. Mit 40 Metern Vorsprung erreichten sie die erste Luvmarke. Mit einem Böenfeld kamen die Verfolger noch einmal näher, doch bis ins Ziel vergrößerten Diesch/Autenrieth letztlich den Abstand auf das Doppelte. Als Erste im Ziel hatten sie auch den Gesamtsieg in der Tasche, unabhängig von den Plätzen der Mitbewerber. „Mit dem Wind zu segeln war entscheidend. Die Gegner musste man bei diesen Bedingungen eher ausblenden. Wir haben uns da schnell anpassen können“, ist Simon Diesch (bisher zweifacher Deutscher Juniorenmeister) mit dem Ergebnis zufrieden.

Zweite insgesamt wurden Uta und Frank Thieme, die im Medal Race nur als Sechste ins Ziel kamen. Sie gewannen dafür die Master-Wertung. Auf Rang drei segelten Theres Dahnke und Birte Winkel (Plauer WV/Schweriner YC), die damit auch bestes Damen-Team waren.

 

Im Frühjahr hatten Simon Diesch und Philipp Autenrieth schon getestet, ob sie in der olympischen Jolle zusammenpassen. Mit guten Ergebnissen in Mallorca, Südfrankreich und England haben sie in der Weltrangliste bereits Platz 44 erreicht. Die Meisterschaft auf dem Plauer See war ihre erste Regatta auf einem Binnenrevier. Zehn Tage ist nun Ausspannen und Organisieren angesagt, dann geht es wieder zum Training ans Mittelmeer und zu den nächsten Regatten in Imperia und Palamos.

ISAF Sailing World Cup - Weymouth & Portland ,  13. Juni 2016

Mit Simon Diesch war ein weiterer WYC-Segler beim World-Cup in Weymouth am Start. Der 21-jährige segelt seit dem Frühjahr mit einem neuen Vorschoter, Philipp Autenrieth vom Bayerischen Yacht-Club, im 470er. Hier waren eine Menge Olympia-Teilnehmer am Start. „Mit Sonne und maximal acht Knoten Wind erinnerte das Olympiarevier von 2012 doch eher an den Bodensee“, so Simon Diesch. Anspruchsvolle Bedingungen herrschten auf der 470er-Bahn: wenig Wind, kurze Welle und viel Strom. „Wir starteten jeweils verhalten in die Wettfahrttage, legten aber von Rennen zu Rennen zu. Im zweiten Rennen, das wir kurzzeitig anführten, gelang uns sogar ein fünfter Platz.“ Insgesamt landeten Diesch/Autenrieth auf Platz 20. „Unsere erste Platzierung in den Top 20 der Welt“, bilanzierte Simon Diesch stolz.

Princesa Sofia Regatta Palma - 03.April2016

Erst im März hatten sie sich gefunden: Simon Diesch (Württembergischer YC) aus dem Deggenhauser Tal und der Augsburger Philipp Autenrieth (Bayerischer YC). Nach der Trainingsregatta ATC in Palma Anfang März war die „Trofeo Prinçesa Sofia" ihre erste große gemeinsame Regatta im 470er. Sie qualifizierten sich erst mühelos für die Gold-Fleet bei insgesamt 80 Herren-Teams. Von neun deutschen 470er-Herren-Mannschaften waren nur zwei in die Gold-Fleet gekommen: Neben Diesch/Autenrieth noch die in der Olympia-Qualifikation uneinholbar vorne liegenden Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski (München/Berlin). Letztere segelten anfangs in den Top-Ten, mussten dann aber krankheitsbedingt für die letzten drei Rennen die Segel streichen. Sie landeten auf Rang 19. Diesch/Autenrieth gelang es, nach insgesamt zehn Rennen auf Rang 23 zu segeln – einem ermutigenden Auftakt für das neue Team. Sieger bei den Herren waren schon vorzeitig die Australier Mathew Belcher/Will Ryan.